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Die Reise hat begonnen!

Der Startschuss zu unserer Reise in die Zukunft ist gefallen. Und dies nach einer kurzen und intensiven Vorbereitungszeit. Wir wollten vom Projektleiter Mario Schnyder wissen, ob er mit der Durchführung der ersten Reiseetappen zufrieden ist, und was wir noch von der Reise erwarten dürfen.

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Herr Schnyder, Sie sind Projektleiter dieser Reise. Wie ist es dazu gekommen?

Der Gemeinderat von Gampel-Bratsch hatte bereits vor einiger Zeit die Idee, gemeinsam mit der Bevölkerung ein Leitbild sowie parteiübergreifende und zukunftsorientiere Handlungsfelder zu erarbeiten. Als ehemaliger Vizepräsident der Gemeinde Gampel-Bratsch habe ich diese Idee natürlich mitgetragen und obwohl ich dieses Amt heute nicht mehr inne habe, stehe ich nach wie vor voll hinter dem Projekt. Die letzten Jahre war der Gemeinderat vorwiegend mit der Fusion der beiden Gemeinden Gampel und Bratsch beschäftigt, so dass wir diese Reise in die Zukunft leider verschieben mussten. Daher habe ich mich anerboten, dieses Projekt auch nach meiner Zeit als Gemeinderat durchzuführen.

Warum hat sich die Gemeinde entschlossen, die Bevölkerung mit auf diese Reise zu nehmen?

Bei dieser Reise geht es um die Zukunft unserer Gemeinde und damit auch um die der Bewohner von Gampel-Bratsch. Für uns lag es auf der Hand, dass die Betroffenen auch an diesem Prozess teilnehmen können, wenn sie das wollen. Wir erhoffen uns von der Bevölkerung möglichst viele Ideen und Meinungen. Wir wollen aber auch ihren Anliegen und Befürchtungen besser verstehen. Jeder Beitrag ist willkommen und wir werden versuchen, ein Gesamtbild zu erarbeiten, dass für möglichst viele Einwohner stimmig ist.

Die Beteiligung der Bewohner für die Definition der Strategie und die Erarbeitung eines Leitbilds ist doch eher ungewöhnlich?

Ja, das stimmt. Normaler Weise wählt das Volk den Gemeinderat, der dieses dann vertritt. In vielen Gemeinden wird die Strategie und das Leitbild ohne Einbezug der Bewohner erarbeitet. Je mehr Leute involviert werden, umso schwieriger ist es, die richtigen Prioritäten zu setzen. Aber zugleich wird die Bandbreite der Themen auch interessanter und manchmal ermöglicht das ganz neue Perspektiven. Vor allem spürt man aber, wo der Schuh wirklich drückt und kann damit auch die relevanten Themen für die Zukunft definieren. Das ist uns sehr wichtig.

Die vergangenen Wochen liefen die Vorbereitungsaufgaben auf Hochtouren. Jetzt sind die ersten Anlässe angelaufen. Sind Sie zufrieden?

Wir sind sehr zufrieden. Zumal die Beteiligung an den ersten beiden Konferenzen der letzten Woche sehr hoch war: über 50 Vertreter waren vor Ort und haben sich über unser Anliegen informiert und bereits erste Rückmeldungen eingebracht. Wir hoffen natürlich, dass diese Reisebegleiter ihre Leute nun auch motivieren, aktiv an unserer Reise teilzunehmen.

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Was steht als nächstes an?

Als nächstes stehen die Workshops mit der Bevölkerung an. Die ersten beiden für die Bevölkerung von Gampel sowie Jeizinen und Engersch finden bereits nächste Woche statt. Wir haben zu Beginn bewusst Anlässe in den einzelnen Dorfschaften geplant, um Diskussionen in kleinen Gruppen und in ungezwungener Atmosphäre zu ermöglichen. Wir werden den Leuten aufzeigen, was geplant ist und anschliessend bereits ihre Meinungen abholen. Diese Gespräche sind die Basis für die Definition der Themen, die wir für unser Leitbild und die Handlungsfelder erarbeiten wollen.

Warum braucht es dann noch eine Zukunftswerkstatt?

Nach den Workshops werden wir viele verschiedene Ideen und Meinungen gesammelt haben. Wir werden versuchen, diese Rückmeldungen in übergeordneten Themen zu bündeln und dann die Bevölkerung entscheiden lassen, welche Prioritäten wir für die kommenden Jahre definieren wollen. Das geschieht an der Zukunftswerkstatt, die am 30. März - 1. April 2012 in der OS Turnhalle in Gampel stattfinden wird. Daher ist die Teilnahme der Bevölkerung an diesem Anlass genauso wichtig! Wir hoffen, dass möglichst viele Leute teilnehmen werden. Wir haben uns einige Highlights ausgedacht, wie die Podiumsdiskussion von Freitagabend, die durch Roger Brunner moderiert wird und an welcher einige bekannte Gesichter teilnehmen werden. Der Samstag wird durch unseren Staatsrat Jean-Michel Cina eröffnet und neben der Definition der Zukunftsthemen kommen wir in den Genuss einer Vernissage. Am Sonntag werden wir das Leitbild präsentieren und die Gewinner des Wettbewerbs bestimmen. Es lohnt sich also, dabei zu sein!

Die ganze Reise wurde in einer sehr knappen Zeitspanne geplant. Warum?

Viele Einwohner der Gemeinde Gampel-Bratsch sind stark engagiert: sei dies beruflich, familiär oder im Vereinsleben. Wir sind uns bewusst, dass der Zeitplan sehr eng definiert wurde. Dennoch sind wir überzeugt, dass gerade diese kurze Zeitspanne eine aktive Teilnahme der Bevölkerung fördert. Hätten wir den Prozess über ein halbes Jahr oder noch länger hinausgezogen, hätten wahrscheinlich viele Leute weniger Motivation gehabt, aktiv mitzumachen. Es ist entscheidend, dass wir unsere Bevölkerung mit an Bord haben, wenn wir das übergeordnete Ziel einer nachhaltigen Entwicklung unserer Gemeinde erreichen wollen. Die Reise wird kurz und intensiv werden. Und wir hoffen genauso bereichernd und unvergesslich!

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Schnyder.



Peter Schnyder am 15.03.2012:
 Ein Ziel wäre, in allen gemeindeeigenen Gebäude einen Zugang für Behinderte (Rollstuhl) zu schaffen - derzeit ist dies nicht der Fall (z.B. Burgerstube Gampel, Milimattu, etc.


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