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Warum plant die Gemeinde Gampel-Bratsch diese Reise in die Zukunft?

Seit kurzem sind überall im Dorf Wegweiser und Koffer zu sehen, die auf die Reise in die Zukunft hinweisen. Einige Bewohner haben sich sicherlich bereits gefragt, was das soll. Der Gemeindepräsident und Reiseleiter Konrad Martig äussert sich im Interview zur geplanten Aktion.

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Herr Martig, warum plant die Gemeinde Gampel-Bratsch diesen Zukunftsworkshop?

Die Einwohner- und Burgergemeinden von Gampel und Bratsch wurden im Januar 2009 fusioniert. Die letzten drei Jahre hat der neue Gemeinderat viel Energie in die Integration der beiden Gemeinden und in den Aufbau einer gemeinsamen Gemeindeverwaltung investiert. Die Gemeinde musste neu organisiert werden, Stellen wurden neu besetzt, diverse Reglemente zusammengeführt und viele weitere Aufgaben standen an. Oberstes Ziel war die reibungslose Ausführung der operativen Aufgaben.

Nun wollen wir den Fokus auf die strategische Planung der Gemeindepolitik legen. Das bedeutet, dass wir bewusst thematische Schwerpunkte setzen wollen, die die gesamte Bevölkerung betreffen. Es stehen Themen wie die Steigerung der Wohnattraktivität, das Wohlergehen der Bevölkerung oder die Förderung des Gewerbes im Fokus. Und gerade aus diesem Grund wollen wir die Bevölkerung, die Politik und die Vereine in der Erarbeitung eines gemeinsamen Leitbilds mit einbeziehen.

Wurden deswegen die Wegweiser an verschiedenen Standorten aufgestellt?

Ja, genau! Auf den Wegweisern sind verschiedene Themen und Fragen ersichtlich, die unsere Bewohner zum Nachdenken animieren sollen.

Was erhoffen Sie sich davon?

Wir erhoffen uns, die Bedürfnisse und Ideen, Vorstellungen und Visionen unserer Leute besser kennen zu lernen. Mit dem Ziel, diese dann in die strategische Planung einfliessen zu lassen. Natürlich müssen wir als Gemeindeverwaltung die vielen gesetzlichen Bestimmungen und die finanziellen Ressourcen, die zur Verfügung stehen, immer im Hinterkopf behalten. Daher werden wir in einem zweiten Schritt überprüfen, welche Ideen realisierbar sind.

Was wird von den Bewohnern von Gampel-Bratsch erwartet?

Wir erwarten vor allem Neugier und Motivation, sich auf eine gemeinsame Reise zu begeben. Wir haben ein spannendes Programm zusammen gestellt und werden bis Ende März eine Reihe von Aktivitäten und Veranstaltungen durchführen. Als erstes haben wir unsere Reise mit den Präsidenten der politischen Organisationen besprochen und die Präsidenten der Vereine unserer Gemeinde kontaktiert, damit sie uns die Pläne für ihre kommenden Aktivitäten mitteilen. Im Rahmen von Präsidentenkonferenzen werden wir diesen „Reisebegleitern“ unsere geplante Reiseroute aufzeigen und zugleich auch ihre Wünsche und Bedürfnisse abholen. Anschliessend haben wir vier Workshops in den einzelnen Dorfschaften geplant, in welchen wir den Bewohnern in kleineren Gruppen aufzeigen wollen, was wir geplant haben. Es geht aber bereits hier darum, den Puls der Bevölkerung zu fühlen. Und am Wochenende vom 30. März bis 1. April 2012 werden wir dann unsere Zukunftswerkstatt organisieren. Darauf freue ich mich besonders!

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Zukunftswerkstatt? Was können sich die Bewohner von Gampel-Bratsch darunter vorstellen?

Am Freitagabend werden wir einen Anlass für alle Interessenten aus der Region organisieren: Es wird eine Podiumsdiskussion mit illustren Gästen aus der Politik und Wirtschaft geben. Der Samstag und Sonntag ist exklusiv für die Bewohner der Gemeinde Gampel-Bratsch reserviert und verspricht sehr spannend und abwechslungsreich zu werden! Neben dem Besuch und Referat von Staatsrat Jean-Michel Cina werden wir gemeinsam unsere Zukunft anpacken und in Form von kleineren Gruppen, die im Vorfeld erarbeiteten Themen priorisieren und Umsetzungsmöglichkeiten diskutieren. Wir werden konkret ein Leitbild für unsere Gemeinde entwickeln und erleben eine Vernissage der besonderen Art. Zudem wird dann der Gewinner des Koffer-Wettbewerbs bekannt gegeben, den wir im Rahmen dieser Aktion durchführen. Es gibt tolle Preise zu gewinnen. Es wird sich auf alle Fälle lohnen, persönlich bei der Zukunftswerkstatt dabei zu sein!

Und wie geht die Reise nach der Zukunftswerkstatt weiter?

Der Gemeinderat wird in einer zweiten Phase die erarbeiteten Ideen und Stossrichtungen auf ihre Umsetzbarkeit prüfen und zusammen mit der Politik definieren, welche übergreifenden Zukunftsthemen ins Zentrum unserer Strategie rücken sollen.

Wir freuen uns sehr auf die bevorstehende Reise und sind bereits jetzt gespannt auf die Ideen und Vorschläge aus unserer Gemeinde!

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Martig.



Bernhard Burkard am 08.03.2012:
 

Werte Mitreisenden

ich find die Idee einer Zukunftswerkstatt mit der creation eines Leitbildes und der zu verfolgenden Strategie hervorragend und notwendig. Ich meine aber, dass ein forsches Tempo eingeschlagen wird. in einem Monat soll spontan dieses Leitbild entstehen, wie ein Phönix aus der Asche ich bin spontan und darum gefällt mir das Vorgehen. Ich finde aber, dass dem Projektleiter, dem Gemeindepräsidenten und dem Gemeinderat nach diesem Monat eine gewisse Zeit zum Nachdenken eingeräumt werden muss und nicht alles am 01.04.2012 pfannenfertig vorliegen sollte! bin ich froh, dass nun mal jemand mit mir um die Welt reist! bienvenido b

Ich hätte noch einige Anliegen:

  • Als Einwohner von Jeizinen wünsche ich mir als Priorität den Erhalt unserer Perle und der Seilbahn als öffentliches Verkehrsmittel;
  • Eine Fusion mit Steg-Hohtenn ist dringend notwendig um die kritische Grösse einer Gemeinde aufzuweisen, damit Synergien zu schaffen und als Zentrum im ländlichen Raum zu werden;
  • Sämtliche öffentlichen Lokale sollten mit offenem WLAN (wifi) ausgestattet werden.


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